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“Dass sich das etwas spröde, hagere Nordlicht und der bayerische Kraftprotz einmal zusammentun würden, war kaum zu erwarten: Das ernsthafte Abwägen von Hannes Wader und das bedingungslose sich-ins-Leben-stürzen von Konstantin Wecker, die schlichten Gitarrenpickings und das uferlose Pianospiel – das konnte einfach nicht zusammengehen. Dass es doch ging, und zwar schöner, als es alle Ankündigungen versprochen hatten, bewies jetzt ihr Auftritt beim Mainzer Zeltfestival.”

FAZ, 10.7.2000

"Doch der gemeinsame Auftritt der beiden Liedermacher war mehr als nur eine bunte Revue, bei der mal der eine, mal der andere zu Wort kam; darin, dass es Wecker und Wader gelungen ist, aus allen Gegensätzlichkeiten ein geschlossenes Programm und einen von atmosphärischer Dichte geschlossenen Konzertabend auf die Bühne zu stellen, zeigte sich ihre unbestreitbare künstlerische Kompetenz."

Pforzheimer Zeitung

"Wecker/Wader" dieses Frühjahr ins Leben gerufen, ist 100 Prozent Wecker, 100 Prozent Wader und etliche Prozent Wecker-Wader. eine glückliche Verbindung, diese Allianz. Das Publikum erlebte zwei bestens aufgelegte Künstler, denen ihre Kunst nach wie vor Werkzeug ist. (...) Der ganze Abend war ein Erlebnis."

Schwarzwälder Bote, 31.7.2000

Oben am Zugang zum Burggraben standen Trauben von Ausgeschlossenen, drunten sangen Konstantin Wecker (Südbarock) und Hannes Wader (Nordlicht), begleitet von Weckers besserer Häfte Jo Barnickel (Nürnberg). Und können sich gratulieren: Sie sorgten für den tageszeitlich frühesten Verkehrskollaps in der massenbewegenden Geschichte des Festivals.

AZ (Nürnberg), 31.7.2000

“Zwei der bekanntesten deutschen Liedermacher endlich zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne: (...) beide hatten offenbar ihren Spaß miteinander. Am Ende bedachte sie das gesamte Publikum mit fast andächtigen Standing Ovations, und viele fragten sich, warum es so lange gedauert hat, bevor diese beiden alten Recken zusammen auftraten.”

Sonntagsjournal Cuxhaven, 9.7.00

Als Zuschauer
in Mainz dabei:
Hanns Dieter Hüsch.

Foto: K. Daut

Foto: G. Lindbichler

Wecker und Wader auf Tollwood

Alles Lüge. Wenn Konstantin Wecker behauptet, der Markt für Liedermacher sei so eng geworden, dass er und Hannes Wader aus ökonomischen Gründen beschlossen haben, sich zu lieben und gemeinsam zu spielen, ist das aber mehr als nur Untertreibung. Es klingt der Protest gegen eine überfütterte Zeit an, die selten so bewegend formuliert worden ist und 4000 Leute auf Tollwood von den Sitzen riss. Wecker und Wader zwei Stunden lang - kein Revival, sondern das pralle Leben.

Wecker in Höchstform: Immer noch schmettert er seinen ungebändigten Lebenshunger in die Welt, kostet die stillen Momente aus, um danach sofort wieder mit aller Macht der Emotion in die Pianotasten zu greifen. Seine geballte Melodie- und Wortgewalt steht mehr denn je im Zeichen des politischen und sozialen Engagements. Geblieben ist dabei der Spaß. Wecker rappt und scattet
nicht ohne Selbstironie. Es fließt gut verträglicher Zeitgeist in Poesie, die für die Ewigkeit gemacht ist: "Leben ist Brückenschlag über Ströme, die vergehen."

Das Konzert war ein Brückenschlag von Süd- zu Norddeutsch, von Wecker zu Wader, von fulminant zu intim. Die Verbundenheit der beiden ist unverkennbar, die konzertante Symbiose eine spannende, die durchaus noch mehr Duett vertragen hätte.

Wader ist mit seinem Gitarrenpicking der Mann fürs Feine, Nachdenkliche, der eigentlich nicht in große Hallen passt. Für diesen Abend aber hat er sich auf Bekannteres, Flottes, Humorig-Hintergündiges und ein mitreißendes "Bella Ciao" entschieden. Dass Wecker und Wader in diesem Sinne wieder Hallen füllen, lässt hoffen. Dass am Ende des Abends Alt-Fans und Neuzugänge vereint eine Hymne an die Solidarität und Freundschaft intonierten, lässt schon fast wieder glauben.

Münchner Merkur, 5.7.01, Freia Oliv

Alle anderen Fotos: ©cr

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