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| Kommentare von Lydie Auvray zu den Titeln von "Pure": | ||||||||||||||
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Jeannot und Für Else sind zwei Walzer in der Tradition der Musettewalzer; den ersten habe ich vor 10 Jahren meinem Vater gewidmet, den zweiten, der ganz neu ist, meiner Freundin Elke Heidenreich. Solène und Tivoli dagegen sind zwei eher romantische, lyrische Walzer und ganz typisch für mich, oder wie mein Pianist Wolf Mayer es nennt: "lydianisch" |
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Choco Flanel und Le conte de Jean et Jeannette : zwei Tangos, die fast schon ein Teil von mir sind. Choco Flanel (ein Wortspiel meines Freundes Thomas C. Breuer) habe ich 1993 geschrieben, Le conte war der erste Tango, den ich schrieb, vor ca. 22 Jahren ... Jean et Jeannette sind übrigens meine Eltern, und sie heißen wirklich so! Mondsüchtig und Feuilles mortes, zwei langsame Walzer, auch sehr "lydianisch"... Mondsüchtig schrieb ich tatsächlich in einer Vollmondnacht, in der ich nicht schlafen konnte. Feuilles mortes hat für mich etwas Herbstliches, deshalb die "toten Blätter". Cristal, ein ganz neues Stück, hat für mich eher eine winterliche Stimmung ... Beim Hören entstehen bei mir Bilder von vereisten Landschaften. Meine Tochter Cannelle, die dieses Stück liebt (" Maman, es ist sooo schön!), hat ihm den Titel gegeben. Joschi (so heißt unser Kater), ein neues ganz ruhiges Stück (viel ruhiger als der Kater), im 5/4 Takt, einen Rhythmus, den ich immer wieder gerne einsetze. Nostalgie de toi Sehnsucht nach dir. In den Osterferien war Cannelle zum ersten Mal alleine mit meinem Mann auf Martinique, seiner Heimat. Ich habe sie sehr vermisst und schrieb diese Musik in dieser Zeit. Der Mittelteil drückt die Vorfreude auf das Wiedersehen aus, die aber wieder von der Sehnsucht abgelöst wird ... Java en -on. Eine "java" ist ein Tanz im 3/4 Takt, aber kein Walzer. Er ist pointierter, schaukelt durch die besondere Betonung hin und her. "En -on" heißt, dass alle Reime in -ON wie AkkordeON enden. Der Text ist meine etwas trotzige Hommage an mein Instrument. Guinguette, ein ganz neues, auch ein java. Eine Guinguette ist in Frankreich ein Ausflugslokal, meistens am Ufer eines Flusses, wo die Leute früher den Sonntagnachmittag verbrachten, tranken, aßen und tanzten. Natürlich zu dem Klang eines Akkordeons! Carnaval ist ein Lied, das ich ursprünglich für Senta Berger geschrieben habe. Das heißt, ich schrieb die Musik zu einem Text von ihr. Dann gefiel mir das Lied so gut, dass ich einen französischen Text schrieb, um es zu singen. Allerdings ist der Schluss bei mir anders als bei Senta. Bei ihr stürzt sich die Frau am Ende des Liedes aus dem Fenster. Das widerstrebte mir und so ist mein Schluss also positiv und optimistisch! El Cidre: auch eine Titelgebung meines alten Freundes T.C. Breuer. Er schlug es vor, weil ich aus der Normandie komme, der Heimat des Cidre, des Apfelweins ... EL Cidre ist ein ganz fröhliches Instrumental, das die ganze Lebensfreude, die ein Akkordeon ausdrücken kann, wiedergibt. Accordéon ist das einzige Lied auf dieser CD, das nicht von mir ist. Der große Serge Gainsbourg schrieb es (für mich ;-) ) schon 1962! |
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Robert Weißenberger |
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