Medien
Foto Lydie Auvray

PRESSE

"akkordeon magazin" #3 Juni-Juli 2012
Abdruck des Artikels mit freundlicher Genehmigung des Autors.






Das gewisse „oh là là“
der Lydie Auvray

Die „Grande Dame“ des populären Akkordeons
blickt nach 35 Jahren Bühne, 30 Jahren „Auvrettes“
und 20 CDs zurück auf Karriere, Wegbegleiter und außergewöhnliche Erlebnisse.



Man muss sie eigentlich nicht vorstellen – ihr Name ist geläufig, weckt Assoziationen und spricht für sich. Und für ihr Instrument. Wer spätestens seit Beginn der 80er-Jahre das Akkordeon in populären Kontexten der Medien wahrgenommen hat – sei es im Fernsehen, Radio, in Zeitungen oder Magazinen – ist jener fröhlichen Akkordeonistin mit dem neckischen Lockenkopf und einer durchaus körperbetonten Bühnen-Nonchalance unweigerlich begegnet; man kam an Lydie Auvray einfach nicht vorbei ... Durch ihr eigensinniges Spiel und den vibrierenden Charme des Femininen, der stets ihre Performance umweht, hat sie dem Akkordeon auf eine gewisse, wohltuende Weise eine nicht unwesentliche Portion Sex- Appeal verliehen und das Instrument damit grundlegend vom Tand der bieder vor sich hin dudelnden Quetschkommoden-Artistik befreit.

Bei Lydie Auvray atmet die Balgluft im doppelten Sinne „natürlich“ französisches Flair, ohne dass die sattsam bekannte Musette-Musik in ausgetretenen Pfaden auf der Stelle tritt, indem die Ohren mit den gewöhnlich „triolisierenden“ Klangfloskeln überstrapaziert würden. Die Auvray weiß ihre Musik mit einer wohldosierten Prise Pop zu würzen, ohne sie einem oberflächlichen Akkordeon-Pop preiszugeben, der im kommerzträchtigen Fahrwasser des Mainstreams dahinplätschert und zu versickern droht. Dafür ist die Auvray-Stilistik doch zu vielseitig.

Es ist eher die geschmackvolle Mischung wohlfeiler Sounds, die sie zur populären Grande Dame ihres Instruments adelt, welches sie im besten Sinne in musikalisch erlesene wiewohl prominente Gesellschaft gebracht hat. Ein nicht zu unterschätzendes Verdienst, denn höchst bekannte Künstler säumten den Weg der Lydie Auvray zu einer Zeit, als mancher bemühte Akkordeon-Aktivist sich noch in Tagträumen erging, sein zwar heiß geliebtes, aber oftmals doch verpöntes Instrument möge in den Erfolg versprechenden Medien-Olymp der öffentlichen Anerkennung aufsteigen. Lydie Auvray hatte es zu dieser Zeit schon geschafft, viele Skeptiker davon zu überzeugen, dass ihr Instrument zu mehr taugt, als man ihm seinerzeit zutraute. Schon früh demonstrierte sie mit ihrer sensiblen Orientierung in Richtung Weltmusik: „Es geht auch anders!“ Ohne Zweifel: Die Nobilitierung des populären, klischeebehafteten Akkordeons in der Öffentlichkeit, mit dem gewissen „oh là là“, ist in einem nicht unbeträchtlichen Maße Madame Auvray zuzuschreiben.

Wie es dazu kam, wer dabei war und welche Weichen auf diesem Weg gestellt wurden, das hat Lydie Auvray in ihrer freimütigen Art dem akkordeon magazin sehr lebendig und offen erzählt.

Text: Dr. Thomas Eickhoff


"Lady Akkordeon
Lydie Auvray und ihre Band zaubern Fernweh, Romantik und Lebensfreude auf einem oft zu Unrecht verspotteten Instrument.

Diese Musik ist zeitlos und kommt direkt aus dem Herzen. Aus ihrer "Quetschkommode" holt Lydie Auvray französische Musette, bayerischen Schuhplattler und argentinischen Tango. In ihren mal ausgelassen-fröhlichen, mal sehnsüchtig-melancholischen Liedern verarbeitet die in Köln lebende Französin so unterschiedliche Musikrichtungen wie Cajun, Folk, Rock, Blues und noch viel mehr. Ihre Stücke stammen von den verschiedensten Orten der musikalischen Weltkarte – und doch bleiben sie immer unverwechselbar. Charmant kokettiert Lydie Auvray mit dem einst verspotteten Image ihres Instruments als "Schifferklavier". Damit fegt die Akkordeon-Virtuosin mit ihrer Band, den "Auvrettes", jeden trüben Gedanken aus den Köpfen. Die Tournee gegen Winterdepressionen dauert bis zum Frühjahr."
(DB mobil)

    "Mit ‘Bonjour Soleil’ hat die ‘Grande Dame des Akkordeons’ wiederum neue Maßstäbe gesetzt. Eine unvergleichlich ansteckende Musik, die sie gemeinsam mit den ‘Auvrettes’ mühelos und begeisternd auf die Schauplatz-Bühne transportieren konnte.”
    (Siegener Zeitung)

"Lydie Auvray verkörpert wie kaum eine andere derzeit, was Akkordeonspielen ausmacht: Lebensfreude pur.”
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

    "Ein Konzert der internationalen Spitzenklasse präsentierte die ‘Weltmeisterin’ am Akkordeon, Lydie Auvray, am Freitag abend im Neuen Theater mit ihrer Band, den ‘Auvrettes’, vor 400 Zuschauern. Damit wurde der veranstaltungsreichen Woche in Emden das Sahnhäubchen aufgesetzt.”
    (Emdener Zeitung)

"Mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovations wurde Lydie Auvray mit ihrer Gruppe im Stadttheater für ihre Leistung belohnt. Lydie Auvray und die ‘Auvrettes’ spielten ein Konzert, das im Kulturherbst der Stadt einen sichtlichen Höhepunkt bildete.
(Mindelheimer Zeitung)

    "… es stehen Lydie Auvray nicht nur ebenbürtige, sondern kongeniale Begleiter zur Seite, bei deren harmonisch aufeinander abgestimmten Spiel die Sonne prächtig tönend aufgeht.”
    (Kölner Stadt-Anzeiger)

"… entlockte bei ihrem Konzert in der ‘Räucherei’ nicht nur ihrem Instrument virtuose Klänge, sondern auch einem als reserviert geltenden Publikum Schreie der Begeisterung.”
(Kieler Nachrichten)














Lydie Auvray
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