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Erich Schmeckenbecher: Viele Kolleginnen und Kollegen kämpfen heute um ihre künstlerische Existenz. Formatierung und Quote haben sie aus dem Bewusstsein der Menschen gedrängt. Da können sie machen was sie wollen. Wir sind ein freies Land, hier darf jeder auch missachtet werden! Wenige beherrschen den Markt und bestimmen was Kultur ist. Wer missachtet wird, bestimmen sie auch. Sie orientieren sich ausschließlich an Haben und Soll, und geben dem Haben und immer mehr haben den Vorzug. Und ganze Generationen verblöden. Menschen sind Verbraucher. Kultur muss in den Rahmen von Quote, und Formatierung passen. Viele Redakteurinnen und Redakteure haben längst ihr vorhandenes Format verdrängt und sich mit Hilfe der Quoten in die Formatierung gerettet. Wer nie Format hatte, dem bleibt die Verdrängung erspart. Nach mir die Sintflut. Der Künstler, der seine Kunst nicht an Verkaufszahlen, sondern an eigener Inspiration orientiert, der eigentliche Kulturträger, hat keine Chance mehr. Gott sei Dank gibt es immer mehr Menschen, die dieses Spiel durchschauen und sich abwenden. Die Veranstaltung Leben ist Poesie war ein Beweis dafür. Wie sagte schon Theodor Kramer: (aus dem Booklet des 4 CD-Albums Leben ist Poesie/Conträr-Musik) |
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